Neues Konzept, alles dabei.
Mit dieser Übersicht eines gemeinsamen Gottesdienstplans möchten die evangelischen Kirchengemeinden in Oberursel und Steinbach das gottesdienstliche Leben neu ordnen und sichtbar(er) machen.
Unsere Gottesdienste im Überblick
Mit oder ohne Abendmahl
Der klassische Gottesdienst lebt von einer liturgischen Form, die viele schon aus ihrer Kindheit kennen. Choräle aus dem Evangelischen Gesangbuch oder neuere Lieder gehören ebenso dazu wie die Schriftlesung aus der Bibel, das Psalmgebet und vieles andere. In der vertrauten Form der Liturgie und in einer klassischen Predigt kann man den Alltag bewusst unterbrechen und seine Gedanken vor Gott bringen. Der Segen am Ende ist für viele Menschen eine Stärkung. Oft gibt es anschließend die Möglichkeit, bei einer Tasse Tee oder einer Alternative mit anderen ins Gespräch zu kommen. Wenn wir das Abendmahl feiern, dann entsteht eine besondere Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg. Wie genau der Ablauf funktioniert, wird im Gottesdienst erklärt, so dass jeder Mensch gut teilhaben kann.
In unseren modernen Gottesdiensten begegnen wir Gott und einander in einer Form, die weniger von traditionellen Liturgien lebt als von leicht zugänglichen Liedern und Gesängen, kreativen Elementen und ungewöhnlichen Gedanken, manchmal in Verbindung mit einer besonderen Dekoration, Moderation, Musik von einer Live-Band oder anderem. Die „Dramaturgie“ der Gottesdienste bleibt erhalten, aber die Gestalt ist deutlich aufgelockert und macht Lust, mit Leib und Seele einzusteigen.
Im Familiengottesdienst geht es nicht nur um „Vater, Mutter, Kind“. Alle Generationen werden angesprochen! Meistens wird dafür die Liturgie etwas aufgelockert, es werden modernere Lieder gesungen und Elemente eingebaut, bei denen auch die Kleineren mitmachen können. Dadurch wird der Gottesdienst elementar, aber nicht trivial: Erwachsene kommen ebenso auf ihre Kosten und lassen sich gerne darauf ein, dass nachwachsende Generationen an Glauben und Kirche herangeführt werden.
Nicht nur die Uhrzeit ist bei den Abendgottesdiensten anders. Wer am Sonntag um 18 Uhr in die Kirche kommt, erlebt eine gelöste Atmosphäre und eine Lockerheit, die einladen, zum Ende eines bunten Wochenendes zur Ruhe zu kommen, Lebenslust zu spüren und Kraft zu tanken für die kommende Woche. Oft wählen wir für die Abendgottesdienste kreative Themen, die der Lebenswelt entspringen, und trotzdem eine biblische Rückbindung bekommen. Auch die musikalische Gestaltung ist oft besonders, wenn neben Orgel und Klavier ein Gospelchor oder Solisten mit ihrem Instrument treten. Kirche wird hier erlebbar als fröhliche Gemeinde jenseits eingefahrener Wege.
Ein besonderes Format ist die Wochenschlussandacht jeden Samstag um 18 Uhr in der Christuskirche. Hier kann man nach einem geschäftigen Werktag in den Sonntag starten. Häufig treten Chöre oder Ensembles auf, die der Andacht einen Touch von Konzert verleihen – die leichte Liturgie und der geistliche Impuls verleihen umgekehrt dem Konzert einen Touch von Gottesdienst. Im Programm ist im Winterhalbjahr auch regelmäßig der „Ruhepunkt“, bei dem die Gesänge häufig wunderbar meditativ werden und wir die Kirche durch bunte Tücher verwandeln und mit vielen Kerzen illuminieren.
